Auf der Homebase..
"...das Team ist gelandet, wo bleibt die Stemme?..." so hiess es damals, Überschrift des ersten Berichts aus San Martin.

Mendoza ist anders!

DIe Stemme - unser Motorseglersensorträgerforschungsvehikel -

stand schon im Hangar als ich am Montag Abend kurz vor 7 aus dem AIrbus stieg. Und die Freunde standen hinter der Zollschranke. Rene war da, nach einer Reise über 2 Kontinente war er ebenso planmässig auf dem airport Plumerillo eingeschwebt, wie ein paar Stunden danach Klaus, der die Stemme in 5 Tagen von Buenos Aires herüber geflogen hatte. 1400 Kilometer, das spult er ja normalerweise an einem Wellenvormittag auf einer Backe ab - diesmal hat er's easy genommen, nix mit Welle, nur ein bisschen Thermik und ein anderes bisschen Rotax.

Recht zurückhaltend, ja buchstäblich bedeckt, zeigte sich der wichtigste Protagonist der MWP Operation Mendoza: der Aconcagua.
Weder Rene auf seinem Anflug von Norden und auch nicht Klaus von Süden her, noch ich, auf meinen Versuchen von Ost und West, konnte einen Blick auf unseren magic mountain werfen. Nicht auf seinen Gipfel jedenfalls. Als der Swiss Airbus im Anflug auf Santiago unter die geschlossene Wolkendecke getaucht war, zeigte er mir wenigstens kurz seine kalte (West-)Schulter.

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Mendoza ist anders!

Das Team -

ist gelandet. Bis auf Sensoträgerforschungsmessmeister Jörg und Technoexperte Rudi, die jetzt irgendwo über dem Pazifik schweben, sind alle da.
Heute haben wir auch schon das "Briefen" geübt, erstmal Rene und die Stühle, und dann wir alle zusammen.

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Davon gibt's auch ein movie. Solange wir aber die bits persönlich und von Hand in die Leitung stopfen müssen, kriegen wir das in nützlicher Frist nicht auf den Server. Unsere argentinischen Freunde sind aber mit allem Eifer dabei, eine schnellere Technik zu installieren.
Überhaupt: unsere Fuerza-Liaison! Mit den Augen muss man in ihrer Gegenwart vorsichtig sein! Sie lesen da mit untrüglichem Instinkt die geheimsten Wünsche heraus. Colonel Rodolfo Hub und Major Eduardo Alvarez, die beste connection, die wir uns hätten wünschen können. Sie schaffen es nicht nur seltene Steckdosen-Adapter und Sauerstoff-Dichtungen aus dem Ärmel zu schütteln, heute früh ( so gegen 3) rettete Major E, Klaus und Freund Marc auch vor einer bewaffneten Geiselnahme durch Interpol - aber das ist eine Geschichte, die muss man sich von den Bedrohten selbst erzählen lassen.

Mendoza ist anders!

Die Homebase, das Headquarter -

ist ja der militärische Bereich des zivilen Mendoza International Airport Plumerillo.
Wo sich täglich so zwischen 5 und 10 Airbüsser und Boeings bemühen, das Flair der grossen weiten (Pampa-)Welt heran zu schaffen und ab und zu mal ein fauchender Paris-Jet (weiss noch jemand, was das ist?) einen Kadetten der Escuela Bombardera zum Schwitzen bringt.
Wo sich die military gates für uns immer öffnen - auch wenn Rene hier noch kritisch prüft..

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Wo in einem Riesenhangar vor einer Mirage, einer F86 (yes, friends - believe it or not!) und einer A4 ein weisses Fluggerät von einem anderen Stern steht - und nach und nach alle Dienstgrade aus der Reserve lockt.

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Noch wird geputzt, eingebaut, umgebaut, angebaut, da stört uns d a s Ereignis der letzten Monate in Mendoza überhaupt nicht: es regnet.

Rene hat aber auf dem Satellitenbild schon die ersten Wolkenlöcher geortet, die sich morgen über uns öffnen sollen - und bis dann wird ja auch das ARTE TV Team hier sein.

hasta manana

Wolf-Dietrich
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