The sky is alive..
26/07/09 11:19 Filed in: photos of the
week
... that's nothing new.
Usually it lives a rather slow and quiet life. That's what most people think, when they take the time and observe it on any given day.
As pilot, especially as soaring pilot, one lives in the sky, lives with the sky.
And there are times when one wishes that this very sky should move on with his life, get going, live a littler faster, please - for example, when the sun takes forever to reappear from behind a thick cirrus shelf, when it takes her ages to reignite the thermals again.
And there are times when one wishes that this very sky ought to stop its show, pause its movie, leave everything as it is - until one has reached final glide altitude in that last updraft of the evening, the last wave before the front moves through.
But what one really wants is a little monitor, a secret page on the Nav-computer or the PDA, where one can put the motion picture called "sky" in fast forward and find out what the atmosphere has planned for the next 15 , 30 minutes.
Oh, a perfidious influx of cold air at low levels, killing all thermals in no time...
Ah, a slight change in windspeed and -direction leading first to the collapse of the wave system, and then to its reappearance in a different location....
More often than not we'd be surprised about all that can happen in no time - or all that's going to stay unchanged "forever"
Well, here's a movie of only 23 seconds on what does and does not happen in.....
...well, in how much real time?
What's your guess - first, spontaneous guess?
Tell me!
Usually it lives a rather slow and quiet life. That's what most people think, when they take the time and observe it on any given day.
As pilot, especially as soaring pilot, one lives in the sky, lives with the sky.
And there are times when one wishes that this very sky should move on with his life, get going, live a littler faster, please - for example, when the sun takes forever to reappear from behind a thick cirrus shelf, when it takes her ages to reignite the thermals again.
And there are times when one wishes that this very sky ought to stop its show, pause its movie, leave everything as it is - until one has reached final glide altitude in that last updraft of the evening, the last wave before the front moves through.
But what one really wants is a little monitor, a secret page on the Nav-computer or the PDA, where one can put the motion picture called "sky" in fast forward and find out what the atmosphere has planned for the next 15 , 30 minutes.
Oh, a perfidious influx of cold air at low levels, killing all thermals in no time...
Ah, a slight change in windspeed and -direction leading first to the collapse of the wave system, and then to its reappearance in a different location....
More often than not we'd be surprised about all that can happen in no time - or all that's going to stay unchanged "forever"
Well, here's a movie of only 23 seconds on what does and does not happen in.....
...well, in how much real time?
What's your guess - first, spontaneous guess?
Tell me!
Der Himmel lebt..
24/07/09 18:47 Filed in: flugschreiber
... das ist nichts Neues.
Meist lebt er aber ziemlich langsam, ihm dabei vom Boden zuzuschauen ist deswegen oft... na ja , eben langweilig.
Als Segelflieger lebt man im Himmel, besonders intensiv dann, wenn man fliegt.
Und je nach Situation wünscht man sich, dass der Himmel ein bisschen schneller vorwärts macht, mit seinem Leben - zum Beispiel wenn die Sonne eine Ewigkeit braucht um hinter der Abschirmung hervor zu kriechen und die Thermik wieder anzuzünden. Oder dass er den Film mal kurz anhält und alles beim Alten lässt, bis man - im letzten Bart des Abends, der letzten Welle vor Durchgang der Front - die Höhe für den Endanflug erklettert hat.
Am liebsten würde man aber auf einem kleinen Monitor, einer Spezialseite im Nav-Rechner oder PDA, diesen Film schnell vorspulen lassen um zu sehen, was die Atmosphäre in den nächsten 15, 30 Minuten vor hat.
Aha, hinterhältiges Einfliessen von bodennaher Kaltluft, die in kurzer Zeit alle Aufwinde abschaltet...
Aha, kleine Änderung in Windrichtung und/oder -geschwindigkeit mit Zusammenbruch des Wellensystems und Neuaufbau leicht nach Südwesten verschoben..
Oft wären wir dann erstaunt, was da in kurzer Zeit passiert oder ewig rumhängt.
Hier ist so ein Film, ganze 24 Sekunden lang - im schnellen Vorlauf.
Wieviel Echtzeit das wohl entspricht?
Wer hat eine Ahnung, einen Vorschlag, mal schnell aus dem Bauch....?
Meist lebt er aber ziemlich langsam, ihm dabei vom Boden zuzuschauen ist deswegen oft... na ja , eben langweilig.
Als Segelflieger lebt man im Himmel, besonders intensiv dann, wenn man fliegt.
Und je nach Situation wünscht man sich, dass der Himmel ein bisschen schneller vorwärts macht, mit seinem Leben - zum Beispiel wenn die Sonne eine Ewigkeit braucht um hinter der Abschirmung hervor zu kriechen und die Thermik wieder anzuzünden. Oder dass er den Film mal kurz anhält und alles beim Alten lässt, bis man - im letzten Bart des Abends, der letzten Welle vor Durchgang der Front - die Höhe für den Endanflug erklettert hat.
Am liebsten würde man aber auf einem kleinen Monitor, einer Spezialseite im Nav-Rechner oder PDA, diesen Film schnell vorspulen lassen um zu sehen, was die Atmosphäre in den nächsten 15, 30 Minuten vor hat.
Aha, hinterhältiges Einfliessen von bodennaher Kaltluft, die in kurzer Zeit alle Aufwinde abschaltet...
Aha, kleine Änderung in Windrichtung und/oder -geschwindigkeit mit Zusammenbruch des Wellensystems und Neuaufbau leicht nach Südwesten verschoben..
Oft wären wir dann erstaunt, was da in kurzer Zeit passiert oder ewig rumhängt.
Hier ist so ein Film, ganze 24 Sekunden lang - im schnellen Vorlauf.
Wieviel Echtzeit das wohl entspricht?
Wer hat eine Ahnung, einen Vorschlag, mal schnell aus dem Bauch....?
Billiges Leben
19/07/09 16:02 Filed in: Segunda Vida
Ein Kilo Lomo, Steak vom Feinsten, kostet keine 7 Euro, der Sack Kartoffeln (5kg) 3 Euro und die gute Flasche Malbec dazu 3 Euro.
Das Leben ist billig in San Martin.
Will ich mir ein zwei Finger dickes, butterweiches Stück Fleisch jugoso/rare/bleu an den Tisch bringen lassen, die Flasche Wein mit jemand teilen und dann noch einen Espresso mit Brownie nachschieben, muss ich etwa 85 Pesos aus dem Portmonnaie ziehen. Das sind etwas mehr als 16 Eu. Das Taxi die sieben Kilometer hinaus zum Bärenhaus bringt die Kosten des Abends an die 20 Euro Marke. Fahre ich mit dem Bus (35 Cent) muss ich nur in den Taschen nach den Münzen kramen.
Auch so einen Abend kann ich mir leisten, selbst wenn ich - unter anderem - hier lebe, weil das Leben billig ist.
Ich brauche hier also viel weniger "mango" als zuhause. "Mango" ist der Lumfardo-Ausdruck für Knete, Geld. "Lumfardo" ist der Dialekt in den Barrios der inmigrantes von B'Aires. Und "zuhause" steht für droben, drüben, die Nordhalbkugel, Deutschland, die Schweiz, auch die USA.
Wenn ich hier weniger mango brauche dann hat das allerdings nur zum Teil damit zu tun, dass das Leben hier billiger ist.
Es hängt auch damit zusammen, dass es in San Martin keinen Krauthammer gibt, keinen English Bookstore, keine Tonhalle, kein Kunstmuseum, keinen Apple Store und Foto Bären, weder Schiffbau noch Widder Bar.
(Kurze Erklärung für die Nicht-Zürcher: Krauthammer ist ein Fass ohne Boden für die, die Bücher über Fotografie, Grafik, Architektur und andere Kreative Künste lieben, der Schiffbau hat nichts mit Ingenierkunst zu tun, sondern ist ein Ort für Theater, Performance und Musik und die Widder Bar definiert die Züri-Variante eines veredelten, non-smoking Jazz Clubs).
Es gibt also weniger Verführungen, weniger Gelegenheiten mal schnell einen Hunderter liegen zu lassen. Um einen Ausgang in Zürich, zwei in Boulder oder drei in Berlin aufzuwiegen müsste ich im Cinco Sentidos zwei Monate lang ununterbrochen cortados hinunter stürzen.
Ein Abend im Casino um die Tango-Old Stars zu bewundern, das Konzert des Cuarteto de cuerdas mit der Suite Patagonica fällt da nicht ins Gewicht.
Wie lange das so bleibt ist eine andere Frage.
Mein erster Haarschnitt hier kostete 21 Pesos, gestern wollte Javier 29 - ohne Dauerwelle und Farbeffekte.
Die Haftpflichtversicherung für Big Blue begann bei 65 im Monat, jetzt bleche ich dafür 113 - ok, man hat eine Kompensation im Fall spontaner Selbstentzündung des Vehikels eingeschlossen, ohne mich zu fragen. Und das Gas zum Heizen und Kochen hat gerade, je nach Region und Verbrauch, um 50 bis 100% aufgeschlagen. Es gibt auch Beispiele von Abnehmern, deren Rechnung auf einmal viermal so hoch war wie vor einem Jahr.
Auch wenn dank schleichender Abwertung des Peso nur ein Teil der Inflation bei mir ankommt, sie fällt mir auf. Besonders, weil ich zuhause darauf trainiert wurde eine Preissteigerung von mehr als 2% als Aufforderung zu deuten den Gürtel zwei Löcher enger zu schnallen.
Hier scheint das niemand zu beunruhigen. Nach wie vor "todo bien". Die Einkaufswagen auch derer, die nicht in Designer-Jeans oder Northface-Jackets im Supermarkt rumstöbern, sind voll wie eh und je.
Wo das Geld herkommt? Aus dem Sparstrumpf, aus der Matraze, von der Nische hinter der Treppe, keine Ahnung.
Von der Bank kommt es jedenfalls nicht. Das Verdiente und Gesparte bleibt zuhause, seit vor knapp 10 Jahren "höhere Gewalt" den Peso plötzlich aus der 1:1 Bindung an den US-$ warf und der Durchschnittsbürger fast ein Drittel seines Vermögens verlor, weil die Banken "rechtzeitig" den Zugang zu den Sparkonten sperrten.
Damals wäre das Leben in San Martin echt spottbillig gewesen.