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"Deutsche" in Mengen: DM2K

Meine Erlebnisreportage von der Deutschen Segelflugmeisterschaft 2000 in Mengen
(veröffentlicht im aerokurier)


Im Lee der Schwäbischen Alb für die einen, an der schönen, blauen Donau für die anderen: obwohl "Meehngen", wie die Einheimischen ihr Städtchen nennen, offenbar an verschiedenen Orten liegen kann, trafen sich doch alle Konkurrenten auf dem selben Flugplatz. eben dem von Mengen

DM2K Mengen:
Ein(s) Echo aus der Offenen Klasse

Als es endlich losging, waren alle mehr oder weniger vorbereitet. Zwei neutralisierte Tage hatten gerade so ausgereicht, um störrische Logger-Software zum Mitmachen zu überreden, die neuesten Winglets aufzustecken, die Mückenputzzugseilfang-haken zurechtzubiegen und die letzten, winzigen Schlitze abzukleben. Als Ritschie Heinrich, unser Wettermacher, im dritten seiner unterhaltsamen Meteobriefings aber immer noch über die Gründe des verzögerten Trogdurchganges dozierte, waren neue Ideen gefragt. Präventiv-Bekämpfung der aufkommenden Ungeduld, Erlösung verspannter Rücken und mentale Relaxation des in den Startlöchern scharrenden Kampfgeistes standen auf dem Trainingsplan, das Thermalbad in Saulgau wurde zum Hotspot.
Mit dem Monatswechsel kam dann auch der Wetterwechsel und am Himmelfahrtstag - wie passend! - hoben wir zum erstenmal ab. 10 Tage später würde man sagen: schon dieser erste Flug zeigte, mit welchen Variationen in Hektopascals, Metern über Alb, Stimmung im Cockpit und Rängen auf der Liste wir uns würden auseinandersetzen müssen. Er zeigte auch, wen die Götter ausgeguckt hatten, die Arena mit Lorbeer oder Trostpreis zu verlassen.

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Auf nach Lüsse, ab in den Sand

Es ging wieder mal nach Norden. Flachland-Fliegerei mit Pfiff und challenge. Es ging mal wieder um die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft.
Also 1E einpacken, an den Saab hängen und ab auf die Piste...



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Kein Wunder also, dass sich zu den 2. Berlin Internationals 40 grosse und 46 mittlere Spannweiten angemeldet hatten, was den Qualifikationswettbewerb für die DM ´02 zur grössten Veranstaltung aller Zeiten in der Offenen Klasse machte und erst nach 2 Ausfällen die 18m Klasse unter die von der SeKo geforderte Gruppengrösse von max. 45 Piloten brachte. In einer Mixed Klasse wollten sich schliesslich noch 11 15m Piloten am Himmel zwischen Elbe und Oder austoben.
Wer die Trainingstage nutzen konnte, fand alle Erwartungen bestätigt: die Organisation lief und die Thermik stand. Was dem in langjährigen Statistiken bewanderten Wettbewerber allerdings eher suspekt war. Die zahlreichen Bemerkungen der Märkler über den trockenen Mai und die deutlich abnehmenden Hekto-pascals liessen dem Eröffnungsbriefing mit deutlicher Skepsis entgegensehen. Dies konnte dann auch vollkommen entspannt in aller Ausführlichkeit abgewickelt werden, der nassgraue Himmel liess keinen Gedanken ans Fliegen aufkommen.
Die trockenere Kaltluft, die Erland Lorenzen vom DWD versprochen hatte, brach dann tags darauf ins Wettbewerbsgebiet ein – mit aller Macht und einer Windstärke, die zur Startzeit locker 50km/h erreichte, später auch mal die Vne einiger Zelte überschritt.

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