Helden
19/04/09 22:09 Filed in: photos of the
week
Helden - wir sind alle Helden, in den Augen, der
Meinung von irgendjemand, irgendwo, irgendwann.
Kein Grund zur Aufregung.
Ein Denkmal wird ja nicht jedem von uns gesetzt.
Der gehobene Kontext fehlt meist für eine gemeißelte, gegossene oder anderweitig monumentalisierte Anerkennung.
Zum Glück!
Erstens kann so ein Kon-text nämlich ganz unerwartet und schnell zum Kontrovers-text werden, durch die zeitgemäß angesagte Sicht aus einer anderen Perspektive, zum Beispiel.
Und zweitens muss ja nicht jeder Stadtrundgang zu einem Statuen-Slalom werden.
Wie ich auf dieses Heldenzeug komme?
Nicht weil ich mich bei acht Stunden Spontan-Spaziergang durch Buenos Aires, ohne Stadtplan, ohne Führer und ohne GPS, nur an Monumenten hätte orientieren können.
Sondern weil ich dabei immer mal wieder eine Heldenbegegnung a la surprise hatte.
Je nach Blickwinkel von ganz unterschiedlicher Qualität.
Kein Grund zur Aufregung.
Ein Denkmal wird ja nicht jedem von uns gesetzt.
Der gehobene Kontext fehlt meist für eine gemeißelte, gegossene oder anderweitig monumentalisierte Anerkennung.
Zum Glück!
Erstens kann so ein Kon-text nämlich ganz unerwartet und schnell zum Kontrovers-text werden, durch die zeitgemäß angesagte Sicht aus einer anderen Perspektive, zum Beispiel.
Und zweitens muss ja nicht jeder Stadtrundgang zu einem Statuen-Slalom werden.
Wie ich auf dieses Heldenzeug komme?
Nicht weil ich mich bei acht Stunden Spontan-Spaziergang durch Buenos Aires, ohne Stadtplan, ohne Führer und ohne GPS, nur an Monumenten hätte orientieren können.
Sondern weil ich dabei immer mal wieder eine Heldenbegegnung a la surprise hatte.
Je nach Blickwinkel von ganz unterschiedlicher Qualität.
Heroes
19/04/09 11:17 Filed in: photos of the
week
We're all heroes, in the eyes, the opinion of
somebody, somewhere, sometime.
No need to get excited.
After all hardly anyone of us is honoured by a monument, cut in stone, in bronze, or marble. There is no appropriate societal context for that quality of public appreciation.
Fortunately, there isn't!
Firstly, because such a context could turn rapidly and entirely unexpectedly into a "controversialtext" when the contemporary perspective changes its viewing angle.
And secondly, not every city-walk has to be a slalom around statues.
Why am I getting into this heroe-stuff?
Not because I would have been able to navigate through Buenos Aires without any use of city maps, guide books or GPS assistants, soley by relying on statues.
But rather because every now and then I'd experience an encounter with heroes a la surprise.
Encounters, depending on point of view, of rather diverse quality.
No need to get excited.
After all hardly anyone of us is honoured by a monument, cut in stone, in bronze, or marble. There is no appropriate societal context for that quality of public appreciation.
Fortunately, there isn't!
Firstly, because such a context could turn rapidly and entirely unexpectedly into a "controversialtext" when the contemporary perspective changes its viewing angle.
And secondly, not every city-walk has to be a slalom around statues.
Why am I getting into this heroe-stuff?
Not because I would have been able to navigate through Buenos Aires without any use of city maps, guide books or GPS assistants, soley by relying on statues.
But rather because every now and then I'd experience an encounter with heroes a la surprise.
Encounters, depending on point of view, of rather diverse quality.
40 degrees North
14/04/09 11:16 Filed in: photos of the
week
It took me about 20 hours from late summer to late
winter.
And equally as long from 40º South to 40º North.
I noticed, with a healthy dose of surprise, that Boulder, Colorado, lies almost exactly as far from the equator as San Martin de los Andes. On the other side, however. Consequently, a trip from SMA to BDR brings me in about 40 hours from summer to winter. And although I travelled at the end of the season, the difference was rather harsh. Dry and hot in the lower Patagonian Andes, eight inches of new snow and barely above freezing in the foothills of the Rockies.
But this wasn't the only difference, as a glimpse through the viewfinder reveals..
.
And equally as long from 40º South to 40º North.
I noticed, with a healthy dose of surprise, that Boulder, Colorado, lies almost exactly as far from the equator as San Martin de los Andes. On the other side, however. Consequently, a trip from SMA to BDR brings me in about 40 hours from summer to winter. And although I travelled at the end of the season, the difference was rather harsh. Dry and hot in the lower Patagonian Andes, eight inches of new snow and barely above freezing in the foothills of the Rockies.
But this wasn't the only difference, as a glimpse through the viewfinder reveals..
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40 Grad Nord
13/04/09 09:52 Filed in: photos of the
week
Vom Spätsommer in den Spätwinter habe ich etwa 20
Stunden gebraucht.
Genauso lang hat es gedauert um von 40 Grad Süd nach 40 Grad Nord zu kommen.
Wie ich mit Überraschung festgestellt habe liegt Boulder, Colorado, ebenso weit weg vom Äquator wie San Martin de los Andes. Einfach auf der anderen Seite. Ein Trip von SMA nach BDR bringt mich also über Nacht (gut: über zwei Nächte, wenn man die Anfahrt nach Buenos Aires dazu rechnet) vom Sommer in den Winter.
Und obwohl ich mich am Ende dieser Jahreszeiten auf den Weg gemacht habe, war der Unterschied noch ziemlich krass: trocken und heiss am Fuss der Anden, 8 inches of new snow und knapp über Null an den Foothills der Rockies
Das war aber nicht der einzige Unterschied, wie der Blick durch den Sucher zeigt...
Genauso lang hat es gedauert um von 40 Grad Süd nach 40 Grad Nord zu kommen.
Wie ich mit Überraschung festgestellt habe liegt Boulder, Colorado, ebenso weit weg vom Äquator wie San Martin de los Andes. Einfach auf der anderen Seite. Ein Trip von SMA nach BDR bringt mich also über Nacht (gut: über zwei Nächte, wenn man die Anfahrt nach Buenos Aires dazu rechnet) vom Sommer in den Winter.
Und obwohl ich mich am Ende dieser Jahreszeiten auf den Weg gemacht habe, war der Unterschied noch ziemlich krass: trocken und heiss am Fuss der Anden, 8 inches of new snow und knapp über Null an den Foothills der Rockies
Das war aber nicht der einzige Unterschied, wie der Blick durch den Sucher zeigt...
¡No te preocupes!
05/04/09 12:06 Filed in: Segunda Vida
Don't worry!
"¡No te preocupes!" - "Don't worry!" - beschwört mich Carlos immer, wenn ich ihn daran erinnere, dass er mir versprochen hat, bis Weihnachten ('08 !!) die Übersetzung eines Bankdokuments für die Verlängerung meines Visums zu organisieren.
"Don't worry!" heißt es jedes Mal, wenn ich ihn auf Anzeichen drohenden Unglücks hinweise. Die (Welt-)Krise etwa, das (Un-)Wetter, die Schieflage eines Buchregals oder die im Winde strauchelnden Sonnenschirme über den Kaffeetischen draußen vor der Buchhandlung.
"Don't worry!" erwidert er mir, wenn ich ihn auch nur frage, ob er mir ein kühles Bier bringen kann, oder ob er für morgen seine Freunde zum Video-shoot einladen wird.
Es wirkt inzwischen auf mich fast wie eine nachgeschobene, etwas persönlichere Begrüßung. Er bringt sie an bei der ersten Gelegenheit nach dem " Che Wolf, como andás?", das er mit seinem breiten Grinsen offeriert, wenn ich über die Schwelle des Cinco Sentidos in sein Blickfeld trete.
"Alles wird gut" übersetze ich ¡No te preocupes! mal salopp. Das trifft die subtilen Untertöne ziemlich gut, die in meiner Wahrnehmung da mitschwingen. Inklusive die milden Zweifel, oder die Ironie, die ich spüre, weil ich mich dabei an das famose Graffiti erinnere, das jahrelang die Front eines Abbruchhauses neben der Einfahrt zum Zürcher Hauptbahnhof auszeichnete. Da hatte der Künstler eine Kugelbombe mit brennender Zündschnur neben diesen Satz gemalt.
Diese Ambivalenz geht an den meisten Argentiniern glatt vorbei. "¡No te preocupes!" ist das Lebensmotto, der Leitfaden, an dem sich das Volk über die Krisen hinweg hangelt. Und da es Krisen hier alle fünf bis zehn Jahre gibt, hat die große Mehrheit schon echte Bewältigungserfahrung gesammelt. Haben alle gelernt, dass es zu den Eigenschaften einer Krise gehört, dass man sie überlebt, irgendwie. Warum sich also Sorgen machen?
Kurze Klarstellung: neben Krisen gibt es auch Katastrophen. Diese fallen in eine andere Kategorie. Und je nach Ursache wird man dann ärgerlich, wütend (nach Naturkatastrophen z.B., wie dem letzten Vulkanausbruch knapp jenseits der Grenze, in Chile. Dank Westwind fallen dann Tonnen von Asche auf argentinische Touristengebiete) oder melancholisch und nachdenklich (nach politischen, gesellschaftlichen Katastrophen z.B., wie dem Militärputsch von 1976, bei dem etwa 30'000 Bürger "verschwanden").
Mit dem ¡No te preocupes! kokettieren die Argentinier auch mit ihrer (selbst gewählten) Hilflosigkeit, besser: mit der Unlust, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Geht mal was nicht leicht und locker von der Hand, dann überlässt man es sich selbst, der Regierung, dem Schicksal, Gott. Irgendwer wird's schon richten - ¡No te preocupes! Es klingt dann wie eine Entschuldigung.
Wendet Carlos sein "Don't worry!" an, dann will er damit höchstens entschuldigen, dass nichts so reibungslos funktioniert, wie ich mir das vorstelle. Oder wie er sich vorstellt, dass ich mir das vorstelle.
Sieht er mir meine Vorstellung etwa an? Sehe ich so "worried", so besorgt aus?
Oder beunruhigt ihn vielleicht, daß er von mir nicht jeden Tag das gewohnte "todo bien" - "alles bestens" - hört, das hier die Pflichtantwort ist auf die Begrüßung "wie geht's?" ?
Sollte ich ihm etwa öfters versichern, dass zwar nicht alles bestens ist, sondern "nur" durch und durch normal, dass keine Desaster drohen also kein Grund zur Sorge besteht?
Also auch kein Grund für sein "Don't worry!"
Müsste am Ende ich ihn begrüssen mit " Don't worry about my worries!"
Ach - ich glaube ich werde mir darüber mal echt keine Sorgen machen...
back ....
03/04/09 09:42 Filed in: photos of the
week
...in business! - was soviel heisst wie: "alles
cool", oder: "no worries, mate" (O-Ton von Colin,
meinem Freund in Boulder, mit Sidney-Nostalgie)
...in busi-ness! - was soviel heisst wie: "wieder zurück im Strudel der Aktivitäten"
Entgegen meinen Erwartungen, oder besser: Befürchtungen, kamen auf meinen Hilferuf an die RapidWeaver-cracks doch Ratschläge, die mich der Lösung meines upload Problems näher brachten.
Ja es kam unerwartet viel mehr: Nik, der support-Guru von RealMacsoftware, schickte mir die Registriernummer für ein kostenloses update auf die neueste Version von RW!
"Probier' mal dies und das; eigentlich unterstützen wir diese alte Version nicht mehr, deswegen hier die Nummer für ein sequenzielles update auf die jüngste Version.."
Wow! Das nenne ich Kundendienst!
Nun war es interessanterweise nicht (ausschliesslich) ein Problem von V 3.5, wie ich per Zufall hinterher herausfand. Ein plugin, das ich praktisch auf jeder Seite verwende, fraß sich an den Fotos so voll, dass die Datenmenge den Export und upload schlicht und einfach erstickte.
Eine Hacker-Nachtschicht später ist meine website nur noch halb so fett - bei gleicher Foto-Qualität!
Und die neue Version läuft zudem noch viel stabiler.
Soviel zum "back in business".
Mit der Lösung des Problems kommt die "busi-ness back". Die Fotos auswählen, zurecht basteln, einbinden, uploaden - das ist Routine.
Momentan bin ich aber in Boulder, Colorado, eben bei meinem Freund Colin. Und dort, mit ihm und den anderen Freunden und Bekannten, ist dauernd was los, drehen sich die Zeiger schneller. Und was sonst perfekt in den routinierten Tagesablauf passt, muss jetzt in Overdrive geschaltet werden.
Oder besser: auch die neueste Version der Routine muss ich runterladen und installieren.
Zwei Fotos aus der Übergangsphase in den Photos of the week - man merkt, es wird leicht stürmisch!
More later - wie man hier anstelle von "Hasta luego" sagt.
...in busi-ness! - was soviel heisst wie: "wieder zurück im Strudel der Aktivitäten"
Entgegen meinen Erwartungen, oder besser: Befürchtungen, kamen auf meinen Hilferuf an die RapidWeaver-cracks doch Ratschläge, die mich der Lösung meines upload Problems näher brachten.
Ja es kam unerwartet viel mehr: Nik, der support-Guru von RealMacsoftware, schickte mir die Registriernummer für ein kostenloses update auf die neueste Version von RW!
"Probier' mal dies und das; eigentlich unterstützen wir diese alte Version nicht mehr, deswegen hier die Nummer für ein sequenzielles update auf die jüngste Version.."
Wow! Das nenne ich Kundendienst!
Nun war es interessanterweise nicht (ausschliesslich) ein Problem von V 3.5, wie ich per Zufall hinterher herausfand. Ein plugin, das ich praktisch auf jeder Seite verwende, fraß sich an den Fotos so voll, dass die Datenmenge den Export und upload schlicht und einfach erstickte.
Eine Hacker-Nachtschicht später ist meine website nur noch halb so fett - bei gleicher Foto-Qualität!
Und die neue Version läuft zudem noch viel stabiler.
Soviel zum "back in business".
Mit der Lösung des Problems kommt die "busi-ness back". Die Fotos auswählen, zurecht basteln, einbinden, uploaden - das ist Routine.
Momentan bin ich aber in Boulder, Colorado, eben bei meinem Freund Colin. Und dort, mit ihm und den anderen Freunden und Bekannten, ist dauernd was los, drehen sich die Zeiger schneller. Und was sonst perfekt in den routinierten Tagesablauf passt, muss jetzt in Overdrive geschaltet werden.
Oder besser: auch die neueste Version der Routine muss ich runterladen und installieren.
Zwei Fotos aus der Übergangsphase in den Photos of the week - man merkt, es wird leicht stürmisch!
More later - wie man hier anstelle von "Hasta luego" sagt.