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Der Rio de la Plata...



..ist gar kein Rio! Er ist kein Fluss, sondern einfach eine lange Bucht. Zum Fluss wurde er nur erkoren, weil sich die Länder, deren Küsten die Bucht bilden (Uruguay und Argentinien), damit rühmen wollten am breitesten Fluss der Welt zu liegen.

Okay, das ist meine Sicht der Dinge.

An der Berühmtheit, oder sollte ich sagen: der Bekanntheit? des Rio zweifle ich allerdings nicht. Jeder hat den Namen irgendwann schon mal gehört, auch wenn er nie ein Buch von Karl May in die Hand genommen hat, vielleicht nicht einmal genau weiß, ob dieser "Fluss" nun durch Mexiko, New Mexico oder doch durch irgendein Land in Südamerika rauscht.

Der Name klingt einfach gut, lässt Phantasie aufkommen und Fernweh.

Die Spanier benannten ihr südlichstes und letztes Vizekönigreich in Lateinamerika auch nach ihm. Im Gegensatz zum "Fluss" war es aber nach 34 Jahren wieder verschwunden.
Und damit bin ich endlich wo ich hin wollte.
Im Jahr 1810! Da hatte nämlich die Hauptstadt des "Reiches", Buenos Aires, endgültig genug von Spaniern - und Engländern, die sich nach dem Sieg über Spaniens Flotte bei Trafalgar nun auch in Südamerika einmischten. Sie sagte ¡Basta! und installierte ihre erste eigene Regierung.
Seitdem ist der 25. Mai Argentiniens Nationalfeiertag: el Veinticinco de Mayo.

Das ist nun 200 Jahre her, kein Wunder also, dass der "Bicentenario" zum großen Event in ganz Argentinien gestylt wurde.
Auch San Martin de los Andes feierte, mit großem Einsatz. An diesem Tag wurde mit der Zeremonie des nationalen Stolzes auch die neue Plaza San Martin eingeweiht, mit viel Gerede, Musik und heißer Schokolade für alle.

Soviel historische Bedeutung darf sich auch in den 'Photos of the week' bemerkbar machen: es gibt zwei "Serien" dazu.